Hoch belastbare Legierungen
Herkömmliche Kraftwerke, etwa eine mit Steinkohle gefeuerte Anlage, laufen auf einer Betriebstemperatur von 500°C und einem Druck von etwa 240 bar. Eine Möglichkeit, den Wirkungsgrad der Gesamtanlage zu erhöhen, besteht darin, die Temperatur auf 700°C und den Druck auf 350 bar zu steigern. Auf diese Weise könnte man einen Wirkungsgrad von 50 % (gegenüber 38 % im deutschen Durchschnitt) erreichen.
Dieses so genannte „700°C / 50+-Kraftwerk" setzt jedoch ganz neue Werkstoffe voraus, denn normaler Kraftwerksstahl hält nur Temperaturen von etwa 600°C stand. Aus diesem Grund forscht Hitachi Power Europe gemeinsam mit einem Kraftwerksbetreiber an speziellen Stahllegierungen, die hohe Anteile an Nickel und Chrom enthalten. Diese Legierungen machen den Werkstoff hoch belastbar, sowohl was die Temperaturen als auch den Druck betrifft.
Hitachi Power Europe hat entsprechende Komponenten, etwa Überhitzer, Rohre und andere Anlagenteile, in Kooperation mit einem Kraftwerksbetreiber entweder über seine Tochtergesellschaft selber angefertigt oder anfertigen lassen und die Materialeigenschaften aufwändig in einer Testanlage untersucht. Ab 2014 soll das erste Kraftwerk mit einem Wirkungsgrad von 50 % in Betrieb gehen.
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